Glossar

Auf diesem Blog finden sich viele auch spezifische Begriffe. Einige davon wollen wir hier erklären. Dieses Verzeichnis ist stetig in Arbeit. Schickt uns gerne eure Ergänzungen und Begriffe die wir klären sollen.

Sternchen *, Bisexualität, Cis-Mensch, Closeted, Coming Out, (Geschlechts-)Dysphorie, Gender, Geschlechtsidentität, Geschlechtszuweisende Maßnahmen, Heterosexualität, Homosexualität, Hormontherapie, Intergeschlechtlichkeit, Intersektionalität, Körperliches Geschlecht, Mastektomie, Misgendern, MTM, Nichtbinär, Östrogen, Outing, Pathologisierend, Stigmatisierend, Testosteron, Trans*, Trans* Frau/MTF, Trans* Mann / FTM, Trans*-Misogynie, Trans*feindlichkeit, Trans*gender, Transition, Transsexualität, Triggerwarnung, Queer, zugewiesenes Geschlecht/Hebammengeschlecht

Sternchen *: Das Sternchen (*) wird auch als Form der geschlechtergerechten Sprache benutzt, beispielsweise ‘Leser*innen’, um auch trans*, inter* und nicht-binäre Menschen einzuschließen. Wir schreiben auch hinter Wörter wie “trans” oder “inter” ein *, um zu zeigen, dass an das Wort verschiedene Endungen wie “-sexuell”, “-geschlechtlich” und “-gender” angehängt werden können und nicht-binäre Menschen einbezogen werden.

Bisexualität, bisexuell: Eine bisexuelle Person fühlt sich romantisch und/oder sexuell zu Menschen zweier oder mehrerer Geschlechter hingezogen oder erleben sexuelle Anziehung zu Menschen unabhängig von deren Geschlecht. Allerdings sind Definitionen von Bisexualität sehr verschieden und umstritten.

Cis-Mensch: Die Vorsilbe ‚cis‘ wird benutzt, um auszudrücken, dass eine Person sich mit dem Geschlecht identifiziert, dem x bei der Geburt aufgrund der Genitalien zugewiesen wurde. ‚Cis‘ ist somit das Gegenstück zu ‚trans‘

Closeted: Eine Person ist ‚in the closet‘ (also ‚im Schrank‘), wenn x die eigene sexuelle Orientierung und/oder Geschlechtsidentität vor anderen geheim hält. Davon stammt auch der Begriff Coming Out, der vollständig meint coming out of the closet, also ‚aus dem Schrank kommen‘.

Coming Out: Das Coming Out beschreibt den Prozess, in dem eine Person sich selbst über ihr Geschlecht und/oder sexuelle Orientierung bewusst wird (inneres Coming Out) und beginnt, mit anderen darüber zu sprechen (äußeres Coming Out). Vor allem das äußere Coming Out ist ein lebenslanger Prozess.

(Geschlechts-)Dysphoriedysphorisch: Dysphorie empfinden vor allem nichtbinäre und trans* Menschen. Dysphorie ist ein Gefühl von körperlichem oder sozialem Unwohlsein. Manche nichtbinären oder trans* Personen empfinden Dysphorie, wenn ihre Umwelt sie in einem falschen Geschlecht wahrnimmt, oder wenn ihre eigenen Vorstellungen von ihrem Geschlecht nicht zu ihrem eigenen Aussehen, Verhalten und Sein passen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass diese eigene Unzufriedenheit auch mit dem Druck und den Erwartungen der Gesellschaft zu tun hat. Viele trans* Personen und manche nichtbinären Personen ergreifen daher Maßnahmen wie Hormontherapien und/oder Operationen, um ihre Körper dieser Wahrnehmung anzupassen.

Gender: Gender beschreibt auf einer wissenschaftlichen Ebene das sozial konstruierte Geschlecht und auf einer aktivistischen und persönlichen Ebene die Geschlechtsidentität einer Person. Geschlechtsidentität bedeutet hier die persönliche Vorstellung vom eigenen Geschlecht und der eigenen Geschlechterrolle. Innerhalb der Gesellschaft ist Gender das Konzept, nach dem wir verschiedene Ideen wie sozialen Status, Geschlechtspräsentation, Rolle in der Gesellschaft, Lebensplanung und Sexualität in die Kategorien Männlichkeit und Weiblichkeit einordnen.

Geschlechtsidentität: Die Geschlechtsidentität eines Menschen bezeichnet, mit welchem Geschlecht oder welchen Geschlechtern sich ein Mensch selbst identifiziert. Die Geschlechtsidentität eines Menschen muss nicht mit dem Geschlecht übereinstimmen, dem x bei der Geburt zugewiesen wurde.

Geschlechtszuweisende Maßnahmen: Als geschlechtszuweisende Maßnahmen werden insbesondere Operationen, aber auch beispielsweise Hormontherapien, bezeichnet, die das Ziel haben, Menschen, vor allem inter* Kinder einem Körper (meistens dem weiblichen) angleichen sollen. Der Zusatz ‚zuweisend‘ wird gebraucht, weil es sich hierbei oft um Maßnahmen handelt, die ohne das Einverständnis der Person unternommen werden.

Heterosexualitätheterosexuell: Heterosexuell sind Menschen, die sich sexuell zu Menschen des/eines anderen Geschlechts hingezogen fühlen. Diese sexuelle Orientierung gilt als Norm in unserer Gesellschaft.

Homosexualitäthomosexuell: Homosexualität bezeichnet die sexuelle Orientierung, bei der Menschen sich zu dem/einem eigenen oder einem ähnlichen Geschlecht hingezogen fühlen. Homosexuelle Männer werden als schwul bezeichnet, homosexuelle Frauen als lesbisch. Die Bezeichnung ‚homosexuell‘ lehnen viele Lesben und Schwule ab, da der Begriff in seiner Entstehungszeit vor allem medizinisch gebraucht wurde.

Hormontherapie: Eine Hormontherapie bedeutet bei trans* und nichtbinären Personen, dass sie Testosteron oder Östrogen verschrieben bekommen. Der Körper verändert sich durch diese Hormone entsprechend. Testosteron wird oft als Gel aufgetragen oder gespritzt, während Östrogen im Normalfall als Tablette in Kombination mit einem Präparat, das die Testosteronbildung verringert, eingenommen wird. Die passende Herangehensweise und Dosis wird meistens mit dem*der Psychotherapeut*in und dem*der Endokrinolog*in abgesprochen. Hormontherapien werden in Deutschland von Krankenkassen übernommen.

Inter*, Intergeschlechtlichkeit, (veraltet: Intersexualität): Inter* Menschen sind Menschen, deren körperliches Geschlecht (beispielsweise die Genitalien oder die Chromosomen) nicht der medizinischen Norm von ‚eindeutig‘ männlichen oder weiblichen Körpern zugeordnet werden kann, sondern sich in einem Spektrum dazwischen bewegen. Bis heute werden inter* Kinder nach der Diagnose zu einem (meistens dem weiblichen) Geschlecht umoperiert mit teilweise erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen und psychischen Problemen.

Intersektionalität: Intersektionalität bedeutet, dass verschiedene gesellschaftliche Strukturen zusammenhängen, also z.B. Geschlecht, Sexualität, Herkunft, Kultur, Religion und sozialer Status. Das heißt, dass auch verschiedene Diskriminierungsformen wie Rassismus und Behindertenfeindlichkeit zusammenhängen und in diesen Zusammenhängen betrachtet werden müssen. So erleben z.B. Frauen, die ein Kopftuch tragen eine spezifische, miteinander verwobene Form von Rassismus, Islamfeindlichkeit und Sexismus.

Körperliches Geschlecht: Das körperliche Geschlecht eines Menschen ist eine gesellschaftliche bzw. kulturelle Konstruktion, bei der verschiedenen Körperteilen, wie beispielsweise Genitalien, Hormonen und Chromosomen, eine Geschlechtlichkeit zugeschrieben wird. Zum Beispiel wird in unserer Gesellschaft ein Penis als Code für Männlichkeit gesehen. „Konstruktion“ bedeutet, dass es kein natürliches körperliches Geschlecht gibt, sondern unsere Gesellschaft dies erst erschaffen hat, zum Beispiel durch die Erwartung, dass alle Frauen Eierstöcke haben. Diese Vorstellung ist aber fehlerhaft und diskriminierend, beispielsweise für inter* Menschen, deren Körper nicht in das zweigeschlechtliche System passen. Außerdem sagen Körpermerkmale nichts über das Geschlecht aus, mit dem sich eine Person identifiziert. So kann es beispielsweise auch Männer geben, die Brüste und eine Vagina haben.

Mastektomie, Mastek: Eine Mastektomie ist eine Operation, bei der die Brüste abgenommen werden. Diese OP ist vor allem für manche trans* Männer und nichtbinäre Menschen wichtig, die wegen ihrer Brust/Brüste Dysphorie empfinden.

Misgendern: Misgendern bedeutet, dass eine Person dem falschen Geschlecht zugeordnet und/oder mit dem falschen Pronomen angesprochen wird. Das kann manchmal unabsichtlich passieren. Es kann aber auch absichtlich, z.B. als Abwertung oder Ablehnung, gemeint sein. Misgendering betrifft vor allem trans* und nichtbinäre Menschen und kann Dysphorie auslösen.

MTM: Die Abkürzung MTM steht für ‚male to male‘, also ‚männlich zu männlich‘ und wird unter anderem von trans Männern verwendet, die die Annahme ablehnen, dass sie jemals weiblich waren.

Nichtbinär oder nicht-binär: Nichtbinär, manchmal auch non-binär oder wie im Englischen nonbinary, ist ein Überbegriff für alle Menschen, die weder männlich noch weiblich sind, die sich also z.B. zwischen diesen beiden Geschlechtern verorten, oder ganz außerhalb davon, oder auch gar kein Geschlecht haben (agender). Manche nichtbinäre Menschen sind auch gleichzeitig männlich und weiblich (bigender) oder haben eine Geschlechtsidentität, die sich immer wieder ändert (genderfluid).  Andere stellen sich gegen das binäre Geschlechtersystem und haben ein Geschlecht, das nichts mit Männlichkeit und Weiblichkeit zu tun hat (genderqueer). Nichtbinäre Menschen sind meist trans, weil sie sich nicht mit dem männlichen oder weiblichen Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Sowohl dyadische als auch inter* Menschen können den Begriff nichtbinär für sich verwenden.

Östrogen, Östrogene: Östrogene werden häufig als „weibliche“ Geschlechtshormone bezeichnet, weil sie bei den meisten cis Frauen (im Vergleich zu cis Männern) überwiegen. Auch cis Männer haben Östrogene, aber Testosteron überwiegt bei ihnen. Als Hormontherapie für trans* Frauen können Östrogene dazu führen, dass sich Fett an der Brust und an den Hüften ablagert. Außerdem können sie die Haut und die Gesichtsstruktur weicher machen und dazu führen, dass die Hoden schrumpfen, und dass weniger Haare am Körper, dafür mehr auf dem Kopf, wachsen.

Outingouten: Jemanden zu outen bedeutet, die Geschlechtsidentität und/oder sexuelle Orientierung eines Menschen einem anderen Menschen, einer Gruppe und/oder der Öffentlichkeit zu verraten, meistens ohne die Zustimmung oder Einwilligung der betroffenen Person. Das Coming Out einer Person erfolgt hingegen freiwillig.

Pathologisierend: Pathologisierung wird hier im umfassenden Sinn für den Umstand verwendet, dass ein körperliches Erscheinungsbild als krankhaft und gestört gilt, weil es vom medizinisch definierten Normzustand abweicht, ohne dass die betroffene Person ihren Körper als gestört wahrnimmt oder erlebt. Pathologisierung findet u.a. dann statt, wenn über den Kopf der betroffenen Person hinweg ein körperlicher Zustand als behandlungsbedürftig definiert wird, ohne dass dieser Zustand tatsächlich im engen medizinischen Sinn eine akute Gefahr für Leib und Leben darstellt.

Stigma, Stigmatisierend: Als Stigma wird bezeichnet, dass eine Eigenschaft auf unerwünschte Weise von dem abweicht, was die Allgemeinheit erwartet. Indem die Allgemeinheit bestimmt, was zu erwarten ist und was entsprechend als Abweichung betrachtet wird und ebenso bestimmt, welche Abweichungen als „unerwünscht“ gelten, werden Individuen, die diese Eigenschaften haben, stigmatisiert. Der ganze Vorgang heißt Stigmatisierung. Mit einer Stigmatisierung gehen Diskriminierungen und weiteres Unrecht einher.

Testosteron: Testosteron wird häufig als „männliches“ Geschlechtshormon bezeichnet, weil es bei den meisten cis Männern (im Vergleich zu cis Frauen) überwiegt. Auch cis Frauen haben Testosteron, durchschnittlich aber weniger davon. Testosteron kann in einer Hormontherapie z.B. an trans* Männer und nichtbinäre Menschen verschrieben werden. Es kann zu leichterem Muskelaufbau führen und zu Bartwuchs, vermehrtem Haarwuchs am Körper, breiten Schultern und einem Stimmbruch bzw. einer tiefen Stimme. Bei manchen Leuten kann auch die Klitoris wachsen, was manchmal als Klitpen (also „Klitoris-Penis“) bezeichnet wird.

Trans*: Trans* ist ein Überbegriff für transsexuelle, transidente und transgender Menschen, also für alle Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, dem sie bei der Geburt zugewiesen wurden. Das Sternchen, das manchmal hinter trans gesetzt wird (trans*) wird als Platzhalter gedacht, an das sich alle trans-Identitäten anhängen können. Es wird auch als Form der geschlechtergerechten Sprache benutzt, beispielsweise ‚Leser*innen‘, um auch Menschen, die inter* und/oder nicht-binär sind, einzuschließen. Das Sternchen wird allerdings vor allem im deutschen Trans*-Aktivismus verwendet – im englischen wird es inzwischen abgelehnt.

Trans* Frau/MTF: Trans* Frauen sind großartige und coole Leute, die wir sehr lieben. Der Begriff bezeichnet eine Trans*identität, bei der eine Person, die bei der Geburt nicht weiblich zugewiesen wurde, sich als weiblich identifiziert. Die Abkürzung MTF steht für ‚male to female‘, also ‚männlich zu weiblich‘; dieser Begriff wird aber von der trans* Community oft abgelehnt; der Begriff trans* Frau verdeutlicht besser, dass es sich bei diesen Menschen um Frauen handelt.

Trans* Mann / FTM: Trans* Männer sind auch ganz tolle Menschen, die uns sehr am Herzen liegen. Der Begriff “trans* Mann” bezeichnet eine trans* Identität, bei der sich eine Person, die bei der Geburt nicht als männlich zugewiesen wurde, als männlich identifiziert. Die Abkürzung FTM steht für ‚female to male‘, also ‚weiblich zu männlich‘ dieser Begriff wird aber von der trans* Community oft abgelehnt; der Begriff trans* Mann verdeutlicht besser, dass es sich bei diesen Menschen um Männer handelt.

Trans*-Misogynie: Trans*-Misogynie ist spezifisch gegen trans* Frauen gerichtete Trans*feindlichkeit. Das kann sich zum Beispiel darin äußern, dass TERFs trans* Frauen aus feministischen Räumen ausschließen, dass sie Angebote für Frauen wie Nachttaxis nicht verwenden können obwohl sie nachts auch gefährdet sind oder dass von ihnen verlangt wird, sich auf eine bestimmte Weise zu kleiden und zu verhalten, die von cis Frauen nicht abverlang wird. Es kann z.B. passieren, dass eine trans* Frau (auch in feministischen oder queeren Kreisen) nicht als Frau akzeptiert wird, wenn sie Jogginghosen, kurze Haare und kein Makeup trägt oder sich die Beine nicht rasiert, während das bei cis Frauen meist als ok gilt. Bei Trans*-Misogynie trifft Trans*feindlichkeit auf Misogynie – also Frauenfeindlichkeit bzw. Hass auf Femininität und Weiblichkeit.

Trans*feindlichkeit: Trans*feindlichkeit bezeichnet die Diskriminierung von trans* Menschen. Dies äußert sich z.B. durch Ablehnung, Wut, Intoleranz, Vorurteile,  Unbehagen oder körperliche bzw. psychische Gewalt gegenüber trans* Personen oder Menschen, die als trans* wahrgenommen werden. Als internalisierte Trans*feindlichkeit wird die Feindlichkeit bezeichnet, die gegen die eigene trans* Identität und damit gegen sich selbst gerichtet ist. Dies passiert oft in einer trans*feindlichen Umgebung und/oder vor dem eigenen inneren Coming out.

Trans*gender: Trans*gender ist ein Überbegriff für alle Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, dem sie bei der Geburt zugewiesen wurden. Die Geschlechtsidentität ist hier nicht nur auf die Positionen ‚männlich‘ und ‚weiblich‘ beschränkt, sondern wird als unendliches Spektrum gesehen.

Transition: Als Transition wird der Prozess bezeichnet, in dem eine trans* Person soziale, körperliche und/oder juristische Änderungen vornimmt, um die eigene Geschlechtsidentität auszudrücken. Dazu können Hormontherapien und Operationen gehören, aber auch Namens- und Personenstandsänderungen, ein anderer Kleidungsstil und vieles andere.

Transsexuell, Transsexualität: Transsexuell ist ein Begriff für alle Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, dem sie bei der Geburt zugewiesen wurden. Die Geschlechtsidentität ist hier meistens nur auf die beiden Pole ‚männlich‘ und ‚weiblich‘ verengt. Der Begriff kommt aus einem medizinischen Kontext und wird deshalb inzwischen von vielen trans* Personen abgelehnt. Sexualität impliziert, dass sich die Geschlechtsidentität auf die Sexualität der Person auswirkt, was nicht direkt der Fall ist.

Triggerwarnung, TW: Eine Triggerwarnung setzen wir vor Beiträge mit Themen, die für manche Personen triggernd wirken können. „Trigger“ ist ein Begriff aus der Psychologie. Wer von einem bestimmten Thema (z.B. der Beschreibung oder Darstellung von Gewalt) getriggert wird, fühlt sich extrem unwohl und kann dadurch in ein Trauma, eine Depression, eine Panikattacke o.ä. zurückgeworfen werden. Für Personen, die bestimmte Triggerthemen haben, ist es besser, vorher zu wissen, was sie in einem Text erwartet. Dann können sie selbst entscheiden, ob sie gerade in der Lage sind, sich mit diesen Themen zu beschäftigen, oder ob sie einen Text vielleicht gerade lieber nicht lesen.

Queer: Im Englischen war ‚queer‘ lange Zeit ein Schimpfwort, insbesondere gegenüber schwulen Männern. Heute wird der Begriff aber meist positiv als Selbstbezeichnung gebraucht, vor allem von Menschen, die ihre Identität als ‚außerhalb der gesellschaftlichen Norm‘ ansehen. Außerdem kann queer als Überbegriff für Menschen benutzt werden, die nicht in die romantischen, sexuellen und/oder geschlechtlichen Normen der Gesellschaft passen. Queer ist aber auch eine Theorierichtung und ein Wissenschaftszweig, in dem Schubladendenken aufgebrochen wird, verschiedene Unterdrückungsformen miteinander verknüpft gedacht werden sollen und insbesondere Sexualität als ein Ort der Unterdrückung untersucht wird.

zugewiesenes Geschlecht/Hebammengeschlecht: Das zugewiesene Geschlecht beschreibt den Geschlechtseintrag auf der Geburtsurkunde eines Kindes, der bei der Geburt aufgrund von Genitalien zugewiesen wird. Es kann aber auch das Geschlecht bezeichnen, zu dem eine inter* Person mithilfe von Genitaloperationen zwanghaft zugewiesen wurde. In Deutschland gibt es mittlerweile vier gültige Geschlechtseinträge: männlich, weiblich, divers und den offenen Personenstand (bei dem nichts eingetragen wird).

 


Diese und weiter Definitionen auf:

www.queer-lexikon.net

www.meingeschlecht.de/mcm_glossary